Monatliche Archive: Februar 2016

Die Perversität der Kritiker

Dominik (Herausgeber)

In den letzten Wochen bot die AG Spiel Zeitung – gerade für Hobbypsychologen und Berufskritiker – einiges an Gesprächsstoff. Nicht zuletzt deshalb weil einerseits einige interessante Charaktere kommen, gehen und polarisieren und andererseits bestimmte nörgelnde Individuen wohl vorzeitig aus dem Winterschlaf aufgewacht sind.

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Und ich wollte doch unbedingt Schweinsbraten…

Dominik (Herausgeber)

Diesen Artikel mit dem recht undurchsichtigen Titel schreibe ich in Anlehnung an unseren 10 Punkte Plan zur Verbesserung der Lage im AG Spiel. Man redet immer wieder ganz abstrakt davon, dass einige Spieler mit ihren geistigen Ergüssen über das Ziel hinausschießen und sich etwas am Umgangston ändern sollte, damit es mit der Stimmung in der Community wieder aufwärts geht. Anschließend ein recht ansehnliches Praxisbeispiel.

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LAGEBERICHT – 10 Punkte Plan

AltrichterChris

Zum Abschluss unseres großen Lageberichts stellen wir noch einen 10 Punkte Plan vor. 

Der nachfolgende 10 Punkte Plan basiert zu großen Teilen auf Ideen von befragten Spielern. Teilweise wurden diese aber von uns etwas überdacht und umformuliert.

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Die Vergeltung der roten Zahlen

Hermaeus MoraSchulden sind kein Zuckerschlecken! Das wissen wir spätestens seit der liebe Onkel Peter tv-begleitete Hausbesuche unternimmt um säumigen Schuldnern aus der Patsche zu helfen. Dabei ist es doch ganz einfach. Man kann nicht mehr ausgeben als man besitzt. Da aber das Schuldenmachen leider ziemlich in ist gibt es solche Fälle in letzter Zeit auch wieder zu Hauf im AG-Spiel. Gerade dann wenn sich die Marktsituation schwieriger darstellt, die böse Gier sich mit leichtsinniger Selbstüberschätzung und fahrlässigem Unwissen zusammen tut und Geduld schwindet, dann sind große Verluste oder gar ein Totalverlust sehr schnell traurige Wirklichkeit. Die Leidtragenden sind wie immer die Investoren. Getreu dem Motto: „Alle dem Schnitzel nach!“ präsentiere ich hier weitere ausgewählte Fälle bei denen man sich schon sehr wundern kann, aber bei denen wie immer die Hoffnung zuletzt stirbt. Lustigerweise fragt man sich dabei aber auch warum Schuldenkönig Alios-Schnitzel so verteufelt wird, wenn er doch auf seinem Thron aus Schuldscheinen gar nicht so alleine ist?

Der Fall European Abwracking!

Wir kennen ihn noch aus alten Tagen. Damals führte er eine der größten AGs im Spiel und war an ziemlich vielen marktbeeinflussenden Aktionen beteiligt. Die Rede ist von LCBKF alias Magnus, CEO der European Fracking SE (WKN 142541), der durch seine Zugehörigkeit zum OPEC und seinen Verbindungen zu anderen Groß-AGs zu einem der bekanntesten Vertretern gehört. Als Zögling im OPEC zum gezuckerten Kaliber hochgeschubst und stilisiert und durch KE-Politik und Selbsteingenommenheit bekannt geworden, bekleckert er sich derzeitig nicht gerade mit Ruhm. Seit seinem zweiten Versuch, der natürlich wieder von seinen Kollegen finanziell gestützt wurde, ist es relativ ruhig um ihn geworden. Der Grund dafür dürfte wohl recht einleuchtend sein. Seine AG ist hoch verschuldet und fährt auf Grund dieser Problematik weitere Verluste ein. Erklärte er noch vor einiger Zeit anderen Leuten großkotzig das Spiel ist er jetzt selber zu einem Hilfebedürftigen verkommen. Da ist es fast schon bittere Ironie, dass er vor einigen Wochen im Chat großspurig noch einen Masterplan zur Rettung seiner AG ankündigte. Tja, Pustekuchen! Das es sich hierbei nur noch um Hilfe von außerhalb handeln kann und er im Grunde nur noch zuschaut ist ihm offenbar noch nicht klar. Die Auflösung der AG ist nur noch Formsache, da die Rettung immer unwahrscheinlicher wird. Offenbar verkrümelt sich hier jemand völlig zurecht sang- und klanglos. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Ein wahnsinniger Newcomer

Als Neuling steht man unter erheblichem Druck zu wachsen. Diesen Druck kann man sich unter Umstand auch selber verstärken. Da ist es nicht verwunderlich, dass solche Leute besonders anfällig sind sich zu unnötigem Risiko verleiten zu lassen und es am Ende wohlmöglich bereuen. Ein klassisches Beispiel ist die Malpagato AG (WKN #147988) von CEO Egalix. Dieser ist gerade mal 41 Tage am Markt, schöpft aber schon voll aus allen zur Verfügung stehenden Mitteln und strotzt nur so vor Übermut. So hat er momentan alles auf eine Karte gesetzt. Mit einem Kredit über 2 Mio Euro kaufte er Attila-Invest (WKN 123008) und zielt nun auf den großen Wurf ab. Damit ist sein Depot zu ca. 75% in diese Position gebunden und seine AG zu 34% fremdfinanziert. Zugegeben, der Einkaufspreis ist nicht schlecht gewesen. Sorge bereitet allerdings die geringe Laufzeit des Kredites, die fehlende Absicherung der Fälligkeitssumme und die Tatsache, dass auf Grund des hohen Anleihezinses das Interesse am Aktienkauf generell gesunken ist. Da stellt sich die berechtigte Frage ob er es schaffen kann den Deal innerhalb von 24 Stunden abzuwickeln. Sollte das nicht der Fall sein so ist er gezwungen nachzujustieren, was unter Umstand zu erheblichem Verlust führen kann, da er unter Zwang steht. Ich persönlich bin sehr interessiert wie seine nächsten Schritte aussehen werden. Das ist sehr spannend.

Horizonte vertikal erweitern!

Kommen wir zu den Rubriken „absolut bescheuert“ und „ohne Sinn und Verstand“! Ja, solche Leute gibt es im AG-Spiel auch. Ein besonderer Vertreter dieser Gattung ist FredFischer, CEO von VerticalHorizon (WKN 122807). Wenn man sich seine AG einmal anschaut, dann ist man sofort auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen. Selbst ein Laie erkennt hier sofort, dass mit der AG etwas sehr im Argen liegen muss. Man sollte ja meinen das man nach über einem Jahr Zugehörigkeit solche Dummheiten nicht mehr macht, aber das ist hier offenbar anders. Die AG ist mit etwas über 6 Mio Buchwert nicht sonderlich groß. Dennoch hat der Spieler nun mehr Schulden von 6,2 Mio. Das bedeutet schon einmal, dass die AG zur Hälfte auf der Kippe steht. Wenn man dann bemerkt, dass das Depot nur noch aus zwei Aktien besteht und keine Anleihen mehr gezeichnet werden, dann wird das Ganze für den Investor zum Alptraum. Mit der Geldumme aus den Krediten, die er gestern nochmal erhöht hat, stieg er recht teuer bei der TradeDifferentAG (WKN 103279) ein. Es ist völlig ausgeschlossen, dass er da wieder mit Gewinn rauskommen kann. Der Einkaufspreis war viel zu hoch und auch der Kreditzins kann so unmöglich gedeckt werden. Das wahrscheinlichste Szenario deutet darauf hin, dass ihm seine AG in Kürze um die Ohren fliegen wird, weil er systemseitig gezwungen ist beide Posten weit unter Wert zu verkaufen. Am 6. Februar sind die ersten 1,8 Mio Euro der Gesamtschulden fällig. Da stellt sich die Frage wie er diese begleichen soll.

Von stabil zu riskant

Ambitioniert, das beschreibt die Situation von PeterPlanlos der Pleitegeier Media SE (WKN 135465) sehr treffend. Irgendwie scheint bei ihm in letzter Zeit der Wurm im Apfel zu wüten, denn seine neuerliche Risikobereitschaft wirkt sich eher negativ als förderlich auf seine AG aus. Seine Gesamtschulden belaufen sich auf knapp 22 Mio Euro, die in knapp drei Wochen teilweise fällig werden. Diese hohe Schuldigkeit schlägt sich im Eigenkapitalanteil zu über 25% nieder und kreist wie ein Damoklesschwert über ihm. Es ist sehr fraglich wie diese Summe getiligt werden soll. 22 Mio sind kein Pappenstiel, erst recht nicht wenn man wenig Absicherung anlegt. Leider hat er beim Kauf von Aktien, aber auch beim Zeichnen von Zertifikaten, die letzten Tage kein wirklich glückliches Händchen bewiesen. Bauchschmerzen bereitet vor allem aber auch die Verwendung der Kreditsumme. Mit der undiversifizierten Anschaffung der recht überbewerteten BraavosInvest. (WKN 134461) (5,7 Mio) und der Unterstützung der umstrittenen KE von der BananenGrill AG (WKN 139340) (13,6 Mio) hat er nicht gerade die glücklichsten Geschäfte getätigt. Beide Investments sind, wenn man es nun mehr aus seiner Sicht angeht, sehr spekulativ. Ob da am Ende Gewinn bei heraus kommen kann stellt eine berechtigte Frage dar, die man für seine Investoren momentan leider nur zweifelhaft beantworten kann. Aleine schon die Zinsen bei der Länge der Kreditlaufzeiten sind sehr teuer. Letztendlich wird ihm wohl nur langatmiges und nur noch schadenbegrenzendes Umschichtungsmanagement übrig bleiben. Dieser Prozess wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, Verluste erbringen und alles andere als einfach und motivierend werden. Ich denke und hoffe aber, dass er diese Aufgabe bewältigen kann und aus seinem Fehler lernt.