Hermaeus Mora

Der Größenhighscore ist sicher eine der am Meisten aufgerufenen Seiten des AG-Spiels. Das ist verständlich, denn Kapitalgröße ist eines der Ziele welches direkt oder indirekt alle CEOs auf dem Parkett anstreben. Deswegen wirtschaftet man ja, schließlich sollen Gewinne erzielt werden, Wachstum generiert werden und ein Aufsteig vollbracht werden. Das bildet den Hauptanreiz des Spieles seit es erfunden wurde und online ging. Doch die Gegebenheiten haben sich seither deutlich verändert. Sprachen wir vorgestern von Hunderttausend, gestern von Millionen, so reden wir heute über Milliarden. Was das für den Markt und seine Teilnehmer bedeutet, möchte ich gern in diesem Artikel darlegen. Vorweg, die Lage und auch die Aussicht sind sehr ernüchternd.

Die aktuelle Stuation

Momentan befinden wir uns vom Einfluss des Kapitals her, in einer klar abgesteckten und unlastigen Aufteilung. Auffällig wird dabei, dass besonders der Index OPEC eine schier unbezwingbare Kontrolle über das Börsenparkett ausübt. Es gibt allein 6 Vertreter dieser Interessengemeinschaft in den Top20 der größten AGs. 3 davon befinden sich zudem noch in den Top5 und 4 dieser AGs sind bereits über eine Milliarde schwer. So gesehen kommt nach dieser zusammengestellten Übermacht erst einmal lange Zeit gar nichts. Die Konkurrenz ist äußerst rar geworden. Doch woran liegt das?

Die Antwort darauf ist recht simpel und kann mit drei tiefgreifenden Gründen erklärt werden. Der erste Punkt ist, dass der OPEC als einziger Index bisher ein Zusammenschluss aus mehreren Groß-AGs im AG-Spiel darstellt. Es handelt sich um ein Bündnis der wichtigsten Vertreter des Spieles! Viele der Leute in ihrer Gruppe haben früher selbst die Großposition in einem anderen Index übernommen oder sind auf Grund der Weiterorientierung dazugestoßen. So war die Solid Profit AG (WKN 100057) lange Führungstier des SAXMarten K. SE (WKN 106085) gehörte sehr lange zum HANSE INDEX, BWEM GROUP (WKN 104628) gehörte dem nicht mehr existentem TecSAX an, die Plüschiatrie (WKN 111734) stammt aus dem ELI und, und, und. So zieht sich die Rekrutierung wie ein roter Faden durch. Neulinge werden in dieser Vereinigung nicht gefördert.
Der zweite Faktor, der zum Enstehen dieser Konstellation mehr als beitrug, war die Auflösung und auch Übernahme vieler großer AGs in der Vergangenheit. Ältere Füchse im AG-Spiel werde sich noch an die Zeiten erinnern als es noch Shared Future, Attila Invest, Taurus Invest, Andrea Doria, Biogas, die TOP AG, die Gaddafi-Bank, Kuno Krospe, Pharma CDMO, Fairplay AG usw. existierten und die Top50 noch ein bunt gemischter Haufen aller möglichen Indexzugehörigen darstellte.
Die dritte und letzte wesentliche Ursache stellt die Tatsache der gegenseitigen Unterstützung von KEs im OPEC dar. Dort wurde klar darauf hingearbeitet das zur Verfügung stehende Kapital von oben herab indexintern zu verteilen, was schon einmal zu einer Indexgesamtvergrößerung führte. So entsteht eine starke Gemeinschaft, die in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit zueinander zusammen einstehen muss. Abweichungen sind in diesem Verflechtungskonstrukt nicht vorgesehen, was wiederum für Einheit sorgt. Schlussendlich ergibt sich der logische Schluss der Entwicklung von Groß-AGs, denn auf diese Weise fungieren quasi die kleineren AGs der Vereinigung (700 bis 300 Mio) als Geldverwalter und nähren so das Wachstum der Größeren. Jenes Prinzip ist recht alt, der Unterschied hierbei ist nur, dass es im großen Stil unter einem Dach stattfindet und die Rekrutierung und Investmentkultivierung gefestigter stattfindet, als wenn es eine bloße Übereinkunft durch Unterstützung einer KE wäre. Das ist prinzipiell eine strategisch meisterhafte Aufstellung und bildet ganz eindeutig die Stärke und das Rückgrat der gesamten Unternehmung!

Wer sind die Konkurrenten und warum sind diese schwächer?

Jeder der den Markt länger beobachtet, dem wird deutlich erkennbar, dass sich der verbleibende Rest ziemlich uneinig ist und sich nur vereinzelt organisiert und strukturiert hat. Es fehlt Kapitalstärke an allen Ecken und Enden und Passivität ist ein Hauptproblem der meisten CEOs der Top100.

Zwar ist der Premiumrendite AG – Index unter der Führung von MLM System AG (WKN 100352) die zweite Kraft was den Kapitaleinfluss am Markt angeht, allerdings zeigt diese Besetzung schon bei näherer Betrachtung deutliche Schwächen. Einzigste Hoffnungsschimmer in dieser Gruppe sind da noch die TradeDifferentAG (WKN 103279) als aller erste Speerspitze, sowie DarkRock (WKN 104955) und die ExZess AG (WKN 110519), wobei bei den letzteren beiden schon zu sagen ist, dass sich diese unter 400 Mio AG-Größe befinden und es bei den vorherrschenden Dimensionen schon recht schwer wird Einfluss zu nehmen. Die weiteren Mitglieder sind leider zu passiv, verfügen über zu wenig Kapitaleinfluss oder aber sind von den Fähigkeiten her nicht in der Lage das Joch der Unterordnung abzuwerfen. Zu bemerken ist da auch, dass einige der Mitglieder von der Entwicklung her ziemlich enttäuschende Ergebnisse erzielen und sich klar als Lämmer definieren.

Die dritte Kraft, der VIP, hinter Indexleiter GiulioSantori der Wolve Group (WKN 101725) führt zwar drei Leute in den Top25, allerdings ist diese Gruppierung ein Musterbeispiel für den Verfall. Passivität und Inaktivität sind die Hauptübel, was die Mitgliederdaten und auch deren geringere Anzahl erklärt. Die Wolve Group (WKN 101725) besetzt zwar fest Platz 2, allerdings besitzt diese AG zu wenig Biss, um diese Position langfristiger zu halten. Zudem weißt das Ganze elementare Strukturprobleme auf. Gleiches gilt für die Atlantus AG (WKN 102716), die schon seit geraumer Zeit umher dümpelt. Daher bietet diese Gruppe auch keine große Konkurrenzfähigkeit.

So gesehen bleiben danach nur noch vereinzielte CEOs übrig, wobei diese allerdings auch keine Einigkeit vorweisen oder gar gemeinsames Interesse verfolgen die bestehende Ordnung zu verändern. Bei genauerem Blick sind die Motive höchst unterschiedlich und auch die Fähigkeiten sind mit streitbar noch wohlwollend umschrieben. Nummer 5 im Größenhighscore RF Bank AG (WKN 102966) ist die Sperrminoritätsabsicherung für Solid Profit AG (WKN 100057), daher besteht Abhängigkeit zum OPEC. Platz 7 Microflex Components (WKN 101339), stellt eine eigene Kraft dar, bietet aber auch nicht die Energie die nötig wäre für Veränderung. Zwar ist er aktiv, aber die Werte stottern vor sich hin. Weltbewegende Veränderungen das Marktgefüge betreffend sind von ihm nicht zu erwarten. Gleiches gilt auch für Platz 10, AAA GoldPlatinSilber (WKN 103897), der zwar wenigstens etwas kontinuierliches Wachstum anbieten kann, allerdings auch eher vor sich hinspielt und die Rolle des Karpfen ausfüllt. Platz 11 das Bankhaus Graf Zahl (WKN 114080) ist ein gutes Beispiel für Misswirtschaft in der ganz großen Liga. Zusammen mit seinem Indexkollegen Melzer Holding Corp. (WKN 106505), Platz 17, halten die beiden sich im großen Stil gegenseitig. Damit verbrennen die beiden HVA-Boys jegliche Renditeaussicht und auch den Hauch einer Chance mitgestalten zu können. Sie setzen sich eher ins wirtschaftliche Rollstuhltandem und warten wohl unwissentlich darauf bis sie wer ins Altenheim zum Sterben abschiebt.

Die Störer der Ordnung

Es erhebt sich die Frage wer noch gefährlich ist und noch den Zug nach oben anbieten kann. In den Top25 sind das in erster Linie nur noch drei wesentliche Namen, die auffallen, Fähigkeit bewiesen haben und in keinerlei direkten, beziehungsweise indirekten Abhängigkeit stehen. So ist OPECs gefährlichster Gegner, der in letzter Zeit auch aktiv dort angesetzt hat wo Profit zu erwarten ist, ist Platz 6, die TradeDifferentAG (WKN 103279). Seine Zahlen sind fundiert und überragend und deuten auf sehr gute Fähigkeiten und Verständnis hin. Die Ausschlachtung der Egel-Sperrung durch eine Übernahme der AG zeigt auch deutlich, dass er zu offensiven Aktivitäten bereit ist und genau differenzieren kann welche AGs Wachstum und Gewinn versprechen. Die Größe von 1,13 Mrd. € geben ihm am Ehesten die Möglichkeit die Gegebenheiten zu verändern.

Ein zweiter unabhängiger Akteur im Spiel ist die AlPharm AG (WKN 101224) die mit knapp 780 Mio Euro Platz 13 des Größenhighscore besetzt. Ihm sind ebenso gute Führungsfähigkeiten zu attestieren und so bietet er ebenso wie TradeDifferent eine Alternative auf dem Markt. Nachteilig wirkt sich seine kontinuierliche KH-Politik, die Verkleinerung und Einflussverlust bedeutet aus, sowie die Tatsache, dass er eher eine Hold- und Tradestrategie verfolgt. Offensive Handlungen gab es zwar eher weniger, allerdings sollte man ihn bei seiner Spielerfahrung nicht aus den Augen verlieren. Er besitzt zweifelsohne die Mittel und auch die Fähigkeit etwas grundlegend zu verändern, auch wenn es momentan ruhig um ihn ist.

Der Letzte und Dritte im Bunde, der Veränderung erbringen könnte, ist der Kure Naval Yard (WKN 102672) auf Platz 16 der Scores. Als größter Warlord des Rüstungsindex ist dieser quasi die Nummer 1 der Leute, bei denen es mehr als offensichtlich ist, dass sie sich mit der vorherrschenden Situation nicht einverstanden erklären. Allerdings ist seine Schwäche, aber auch seine Stärke seine Passivität. Er hält im Rüstungsindex viele Sperrminoritäten, auch von Leuten die auf dem Parkett einschlägig bekannte Gegner der OPEC sind. Wer sich das Konstrukt dieses Index einmal genauer anschaut, der erkennt eine flächenddeckende Verflechtung in Form einer Pyramide, die Schutz jedes einzelnen Mitgliedes garantiert. Die AG ist eine der wenigen auf dem Parkett, die eine eigenständige Sperrminorität vorzuweisen kann und bildet somit die Spitze. Somit ist jeglicher Eliminierungsabsicht schon mal von vorneherein ein Riegel vorgeschoben. Das ist höchst wahrscheinlich auch so gewollt, den die Struktur bietet eine gute Basis, die ja auch die Stärke des OPEC ausmacht. Zudem ermöglicht Kure mit dem Gewähren von Sicherungen anderen Indexkollegen die Möglichkeit  anzugreifen. Unter ihm verbreitert sich alles. Das da Druck und Zug besteht ist besonders bei den beiden Akteuren Hokuzan Suwa (WKN 105400) und Tiuz Stahl AG (WKN 107923) auffällig, aber auch bei anderen der Truppe, die so in der Lage sind ihr Potential und Einfluss mit KEs auszuweiten. Insgesamt steht hier also eine Gruppe parat, die zusammen agiert und bei der hauptsächlich Kure profitiert. Die Frage die sich für die Zukunft stellt ist, wie das Gefüge darauf reagiert, wenn die zweite Reihe des Rüstungsindex in die Situation kommt angreifen zu können und König Zarak87 aus seiner Burg den Angriff seiner Generäle verwaltet.

Was bedeutet die Machtkonstellation für alle anderen Marktteilnehmer?

Das ist zwangsweise eine der Fragen die am Interessantesten ist. Was Handel und den Gewinn aus Transaktionen betrifft änderte sich nicht viel. Was sich ändert ist die Bereitschaft KEs zu unterstützen. Seitens des OPEC herrscht da eine generelle Ablehnung gegen alles von außerhalb, die nicht mit mathematischer Profitorientierung gerechtfertigt werden kann. Andere Groß-AGs im Mrd-Bereich und der Spanne zwischen Mrd bis 500 Mio hüllen sich in Schweigen und halten sich ebenso passiv und reagieren nicht. Im kleineren Maßstab ist dies noch alles kein Problem. 20 bis 50 Mio sind noch vergleichsweise einfach vom Mittelstand aufzutreiben, wenn denn nicht von größeren AGs blockierd wird. Problematischer wird es weiter oben. Gerade AGs welche zum halben Milliardär avancieren möchten haben es außerordentlich schwer ihre KE bezahlt zu kommen, da der Markt ihre KEs in Größenverhältnissen von 200 bis 400 Mio nicht tragen will oder gar kann. Für Leute die nicht in der Gunst des OPEC oder anderen Groß-AGs stehen sind solche Vergrößerungspläne nicht aussichtsreich. Also bleibt nur noch das Klinkenputzen, um sich so die Gunst der Marktkontrolleure zu sichern. Eventuell wäre es noch möglich mit der Stückelung der KE zu punkten. Dafür sind aber über einen längeren Zeitraum gute Werte notwendig, was aber auch keine Garantie darstellt. Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass es nicht mehr so leicht ist einfach so an Größe zu gewinnen, wobei zu beachten ist, dass sich dieses Problem auch nicht durch Zeit ausgleichen lässt. Das Größengefälle sorgt nämlich dafür, dass diejenigen, die bereits groß sind prozentual mehr aus ihren zur Verfügung stehenden Mitteln herausholen können, als die anderen. 10% von 250 Mio sind immer noch weniger als 8% von 1 Mrd. Damit wird das Problem des Marktes sehr sehr deutlich. Der Weg nach oben ist versperrt und Größe ist momentan nur noch durch harte Arbeit möglich! Strengt euch an und zerstört das Gefüge. Es war noch nie so schwer, aber dafür gab es noch nie so viel Ruhm wie jetzt! Viel Erfolg!

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Avatar

    Hallo Ihr,

    also es tut mir leid – aber ich habe selten so einen Quatsch gelesen ;(
    1. Kein Mensch in der OPEC bekommt vorgeschrieben was wir machen sollen
    2. Keinem ist der Aufbau einer schlagkräftigen AG verboten – man muss sich halt Investoren suchen (PS. mussten wir auch …)
    3. TradeDifferent und AlPharm als Positive Beispiele zu bringen lässt mich am Marktverständnis des Autors zweifeln
    4. Und mal ganz ehrlich – warum sollte man als großer auf kleine zugehen ? – sollte das nicht anders herum sein ? 😉

  2. Avatar

    Das die Opec kleine Spieler nicht fördert ist auch nicht richtig. Bin selber als Kleiner beigetreten(mit 2 Mio. BW/FP) und ich werde Unterstützt. Zudem wer was haben will, muss zu den Leuten gehen, von alleine kommt nichts.

  3. Avatar

    Selten so viel Käse gelesen. Und wenn ICH als aussenstehender Neuling sowas sage…dann hat das schon was zu heißen… Tut mir leid, aber bitte kommt zurück auf den Boden und schreibt was vernünftiges…

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    Gelungener Artikel! Spritzig, überraschend, gespickt mit etlichen Lachern!
    Hab mich gut unterhalten gefühlt. Gerne mehr in dieser verdrehten Art 😀

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