Hermaeus Mora

Es geht im AG-Spiel nicht zaghafter zu als in der Varusschlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. Das haben einmal mehr die Ereignisse der letzten Tage bewiesen, die wohl heute am 11.06.2015 nach der FP-Neuberechnung ihren Höhepunkt und Abschluss fand. Die Unterschiede sind nicht nur, dass man nicht mehr mit dem Gladius aufeinander los geht und man im Grunde auch nicht schon weiß wer den Schlagabtausch gewinnt, sondern hauptsächlich, dass der Kampf jetzt „zivilisiert“ mit Geld und Kapital stattfindet. Dabei bleibt zu beachten, dass das Wörtchen „zivilisiert“ ein dehnbarer Begriff ist. Machtspiele im AG-Spiel, Ökosoft AG versus den OPEC, eine Verprügelungsaktion, klingt das noch danach?

Stein des Anstoßes und Ursache des Konfliktes bildete der letzte Artikel Im Nachgang ist noch zu sagen … und die darin enthaltenen Aussagen des CEO Oeko von der Ökosoft AG im Bezug auf die gewaltige KE-Welle die von Dahl Capital und der Solid Profit AG ins Rollen gebracht wurde. In diesem äußerte sich Oeko noch einmal recht kritisch zu der durchgeführten Aktion und traf dabei nicht hundertprozentig den guten Ton. Er verurteilte darin auch das Vorgehen der Initiatoren, betreffs seiner Person. Seinen Aussagen zufolge, hätte seine öffentliche Meinung, die er in der Zeitung darlegte, dazu geführt, dass das Vorgehen mit Codename „Concerto Grosso“ auf erheblichen Widerstand im Markt stieß und sich daraufhin erhebliche Mehrkosten für den OPEC bildeten. Daraufhin seien wutentbrannten Maßnahmen ergriffen worden seine AG in ihrer Existenz zu bedrohen. Diese anklagenden Worte gefielen wiederum einigen Mitgliedern des OPEC nicht und so kam es zu hitzigen Diskussionen und Streit in den Kommentaren, unter anderem auch zwischen Knorff und Oeko. Es rumorte also und die scheinbar guten Kontakte von Oeko, die sich mit denen im OPEC und auch seines Index gebündelt hatten, wandelten sich in dunkle Gewitterwolken.

Der Schauplatz des Streites wechselte, als wenige Tage später der Spieler Knorff, CEO von Knorff LTCM, festes und langjähriges Mitglied des OPEC und Begründer von OPERa und den OPEX-Kalkulationen seinen Rückzug aus dem AG-Spiel, durch einen AG-Sperre auf eigenen Wunsch, bekannt gab. Das veranlasste Oeko im Hauptchat des AG-Spiels zu einer erheblichen Dummheit, in dem er den abgegangenen Spieler Knorff beleidigte. Zugegeben eine absolute Fehlhaltung und nicht die feine englische Art, wenn man einen solchen Nachtritt tätigt. Allerdings ist es auf Grund der vorgehenden Problematik aus den Vorgeschehnissen nicht ganz unverständlich und vielleicht auch auf Grund der charakterlichen Schwäche zunehmend menschlich.

Die Quittung für die Aussagen folgte promt und das innerhalb von wenigen Stunden. Der CEO MrD91, Vorsitzender der Energibors Kobenhavn und Mitglied des OPEC veröffentlichte den schon vom Titel her markanten Zeitungsartikel -Der schamlose Herr Ö- in dem er nicht minder zaghaft wie Oeko, den schriftlichen Streitkolben schwang und auf Grund der Sachlage klar im Vorteil war. Aber damit war die Rechnung noch lange nicht bezahlt.

Es ließ sich hier schon erahnen, dass die Sache nicht gut ausgehen würde für Oeko, denn die Aktionärsstruktur und die Perfomance seiner AG zeigten erhebliche Schwächen. Oeko nutze in der Vergangenheit gern das Mittel der Kapitalerhöhung um einen höheren Einfluss auf den Markt nehmen zu können. Dummerweise versäumte er wohl den wichtigen Punkt der sicheren Sperrminorität oder beziehungsweise beging den Fehler den Leuten ans Knie zu treten, die seine AG hielten. Welche Abkommen da im Hintergrund getroffen und später wieder gebrochen wurden bleibt im Dunkeln. Das war aber für das letztendliche Ergebnis unerheblich, denn der logische Schluss stand da schon in erheblicher Wahrscheinlichkeit.

Die Investoren der Ökosoft AG bildeten nämlich größtenteils Mitglieder des OPEC, vorneweg John Dahl mit satten 50% an Beteiligung. Diese sahen nun natürlich keinerlei Grund mehr Oeko zu unterstützen. Warum auch bei so einem Abgrund, der sich da auftat?
Zusätzlich bot sich die Übernahme auch etwas an, da die AG weit unter Kurs gehandelt wurde und der FP, wegen den Folgen des Concerto Grosso und sinnvollen Depotveränderungen zwecks Diversifikation und Neuorientierung einen kurzweiligen Abwärtstrend zeigte. Letztendlich führte dann der CEO Magnus von der European Fracking SE den Todesstoß gegen die Ökosoft AG aus, in dem er die Anteile seiner Indexkollegen einsammelte und schlussendlich über die magischen 75% Beteiligung gelangte. Allerdings blieb ein wirklich großer Gewinn für ihn aus. Es ist wohl eher noch wahrscheinlicher, das Verluste entstehen bei der folgenden Umschichtung, denn Magnus wird sicher nicht alle Aktienposten, die er erhielt, behalten.

Abschließend kann man dazu nur sagen, dass sich bei dieser Sache beide Streitpartein nicht mit Ruhm bekleckert haben. Sicherlich, Gründe gab es genug, allerdings wäre eine sachliche Schlichtung und eine gewisse Distanz zur Angelegenheit deutlich wünschenswerter gewesen. So aber hat Oeko eine dicke Lippe riskiert und die Konsequenz seines Handelns in zehnfacher Stärke zurückbekommen, denn schließlich sprechen wir bei seiner AG von einem Projekt, dass erheblich Zeit in Anspruch genommen hat. Das unschöne Motiv der Rache als Hauptanlass zu nehmen, um einem Spieler dies kaputt zu machen, ist kein wirklicher Ruhm und noch weniger ein ehrbarer Zug. Außerdem ist die Botschaft die dadurch vom OPEC gesendet wird ebenso bitter. Kriech vor uns oder stirb, wenn du in unserer Gunst stehen willst!

Aber Oeko wäre nicht Oeko, wenn er an der Vergangenheit hängen würde. Er ist hier mit Abstand der Spieler, der den Neuanfang am Meisten geprobt hatte und ehrlich gesagt war seine AG doch dieses Mal wesentlich nachhaltiger als zu seiner wilden Zeit. So ist es nicht verwunderlich, dass er sich schon wieder aufgerappelt hat! Alles Auf Anfang und viel Erfolg und denk an die Sperrminorität, dann kann dir auch niemand ans Elfenbein!

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Avatar

    tatsächlich war die Übernahme absolut rentabel, da diese deutlich unter dem BW und unter dem FP vollzogen wurde.

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