Das erste Quartal ist vorüber. Die CEO’s kratzen alle relevanten Daten zusammen, um diese in einen liebevoll hergerichteten Bericht, mittels Copy Paste zu pferchen.

Voller Stolz wird dieser Flickenteppich aus Zahlen ( zu dem man sich durchaus Gedanken zu Ästhetik und Expressionismus machen kann ) in der Zeitung präsentiert. Man bekommt einen unformatierten Zahlensalat vorgelegt, den es durch das grosse Lexikon der Hieroglyphen selbst zu entschlüsseln gilt und bei gelingen so aussagekräftig ist, wie eine himmelblau angeschmierte Leinwand.

Der moderne CEO lebt unter dem Motto: „Ich habe auch noch ein reales Leben!“. Dabei werden zwar ganze Romane niedergeschrieben, welche länger sind als die Menschheitsgeschichte und Aufschluss über die Strategie geben sollen, allerdings spart er bei den relevanten Fakten ( was die Aktionäre vom Hören Sagen möglicherweise interessieren könnte ) dermassen, dass die Rothschilds dagegen an der unteren Armutsgrenze einzuordnen sind. Stattdessen nimmt er jetzt ganz einfach seine Handelsstatistik hervor, pfeffert diese mit der Präzision eines blinden Jägers irgendwo unter sein literarisches Meisterwerk, gefolgt von einer schier unendlichen Anzahl an Minus Symbolen, deklariert dies als Quartalsbericht und fordert Applaus dafür.

So steht man also vor dieser himmelblauen Leinwand und hat keine Ahnung was es aussagen soll. Naive Kunst? Symbolismus?

Bei einem ist sich Omis Apfelkuchen jedoch sicher. Minimalismus!

Ein Herz für Real-Lifeies

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