Où est le roi – qui est mort?

By | 3. November 2016
Dominik (Herausgeber)

Dieser Tage befinden wir uns auf einem Schlachtfeld der Metaphern und Fremdsprachen. Im AG Spiel wollten die Phönixe noch höher fliegen und sind dabei der Sonne zu nahe gekommen und nun grüßen uns die Todgeweihten.

Le roi est mort, vive le roi“ , zu Deutsch: „Der König ist tot, lang lebe der König“. Zweifellos war sky ein Spieler der im AGS viel bewirkt hat und tolle Leistungen vollbracht hat. Nicht nur das Statistikamt, auch viele andere Projekte waren dabei, die das Spiel nachhaltig geprägt haben. Dafür gebührt ihm Respekt und diesen wollen wir ihm auch zollen. Dennoch war auch sky kein unbeschriebenes Blatt und ein durchaus streitbarer Spieler. Dementsprechend hat sich dann wohl auch sein Abgang gestaltet.

Worauf ich mit diesem Beitrag hinaus will, ist aber etwas anderes. Das Konsortium wollte sich ganz offensichtlich den Abgang ihres Kollegen zu nutze machen, um daraus Profit zu schlagen. Um Profit geht es im Spiel, profitieren kann man nur, wenn der Markt lebt. So gesehen sind die Ziele dieser Aktion auch durchaus legitim. Das Problem dabei war ganz offensichtlich – zumindest von außen beurteilt – wie schon so oft die Kommunikation bzw. die Bewegung in Grauzonen. Ich denke, wer sich in Grauzonen bewegt, der geht das Risiko ein, dass andere schon schwarz sehen und die geplante Aktion schief geht. Anders formuliert, dass der Phönix der Sonne zu nahe kommt und sich seine Krallen verbrennt.

Sowas kann eben passieren, wenn man für ein höheres Ziel ein höheres Risiko eingeht. Jetzt sollte man sich allerdings die Krone richten und weitermachen. „Der König ist tot, lange  lebe der König“. Dieser Spruch stand auch für Kontinuität, starb ein König wurde er sofort ersetzt und es wurde munter weiterregiert. Ich denke, es hilft niemanden den Kopf in den Sand zu stecken, zu schmollen oder durch eine öffentliche Schlammschlacht, die Community wieder zu spalten. Man sollte sich vielleicht vor Augen führen, dass hier gar niemand gestorben ist und es auch keine Todgeweihten gibt. Es gibt lediglich einen Spieler, der das Spiel ohnehin verlassen wollte und einige Spieler, die unter Umständen Verlust machen. Also alles halb so wild.

Vive le jeu de sociétés anonymes!