Jospeh Schumpeter war ein 1883 in Mähren (damals Teil von Österreich-Ungarn) geborener österreichisch-amerikanischer Politiker und Nationalökonom. Aufgrund seiner zahlreichen Werke und Publikationen gilt er als einer der herausragendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts.

Der sogenannte Prozess der schöpferischen Zerstörung ist hierbei wohl die bekannteste von Schumpeter entwickelte Theorie.

Schumpeter folgend ist der Markt, die Wirtschaft, keine Konstante, sondern ein sich ständig veränderndes Umfeld, welches immer wieder innovative Unternehmer hervorbringt, die durch ihre Innovationen für Fortschritt und Wachstum sorgen.

In einer von Innovationen vorangetriebenen Wirtschaft sind langfristig nicht jene Kräfte, die am stärksten oder größten sind, am erfolgreichsten, sondern jene, die sich durch regelmäßige Innovationen dem Fortschritt anpassen. Basis der Theorie bildet das Zusammenspiel zwischen Innovator und etablierten Unternehmen

Die treibende Kraft hinter dem Fortschritt, der die Anpassungsfähigkeit erst notwendig macht, ist der Innovator oder auch Entrepreneur. Er strebt immer nach dem Neuen, nach dem Besseren und versucht das Alte, das Etablierte zu verdrängen und seinen Platz einzunehmen. Auf der anderen Seiten stehen oft große Unternehmen, die versuchen ihre Position nur durch kleinere Produktanpassungen zu verbessern, um größere Risiken zu vermeiden. Dies führt dazu, dass sich Produkte oder Produktionsverfahren dieser Unternehmen irgendwann überholt haben und nicht mehr zeitgemäß sind. Die Nachfrage sinkt und der Niedergang – die Zerstörung – beginnt. Durch sie kann nun aber der Innovator die Nachfrage bedienen und er wird zum Big Player.

Augenscheinliche Beispiele hierfür gibt es einige, man denke nur an das Smartphone. Ist man beispielsweise vor Beginn der 00er Jahre geboren, dann kann man sich noch gut an die berüchtigten Nokia, Sony oder Motorola Telefone erinnern. Diese hatten zweifellos viele Vorteile und waren zu ihrer Zeit ein Meilenstein der technischen Entwicklung. Einige Jahre später wurde dann das erste iPhone, ein Smartphone, von Apple vorgestellt und besagte andere Hersteller verpassten es die Innovation rechtzeitig zu erkennen und zu kopieren. So wurden sie aus dem Markt gedrängt und sind heute außer bei Nostalgikern im Zusammenhang mit Mobiltelefonen ohne jede Bedeutung.

Da dieser kleine Artikel die Grundlage für eine kurze Reihe sein wird, soll zum Abschluss auch noch kurz eine weitere Theorie Schumpeters erwähnt werden. Sie besagt, dass jede Krise der lebensnotwendige Nährboden für innovatives Unternehmertum sei und ohne sie kein Fortschritt möglich sei.

Beide Theorien werden in einem Interivew mit Altrichter, …, … , welches unter Reportagen erschienen ist ausführlich diskutiert.

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